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Nachbarschaftsrecht Drucken
Die hier gemachten Angaben sind ohne Gewähr auf Aktualität und Richtigkeit.

Die Vorschriften über die erlaubte Höhe eines Zaunes und dessen Abstand zur Grenze werden im Nachbarrechtsgesetz (NRG) der einzelnen Bundesländer sowie unter Umständen im jeweils gültigen Bebauungsplan geregelt.

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Zäune und Mauern werden im Beamtendeutsch als „tote Einfriedungen“ bezeichnet. Diese werden in §11 NRG geregelt.

arrow_rLINK:   §11 Tote Einfriedungen NRG Baden-Württemberg.

Falls ein Drahtzaun errichtet wird, muss nach NRG kein Grenzabstand eingehalten werden, egal wie hoch der Zaun ist. Bei anderen Zäunen braucht bis zu einer Höhe von 1,50m auch kein Grenzabstand eingehalten werden. Ab 1,50m Höhe steigt der Grenzabstand analog zum überschreitenden Maß von 1,50m. Also z.B.: eine Zaunhöhe von 1,80m ergibt einen Grenzabstand von 0,30m.

Punkt (3) besagt, dass Sie Ihren Zaun, falls er weniger als 0,50m Grenzabstand hat, reparieren können müssen, ohne das Grundstück Ihres Nachbarn zu betreten.

Nach dem Nachbarrechtsgesetz gibt es also keine Obergrenze für die Höhe Ihres Zaunes, solange Sie den erforderlichen Grenzabstand einhalten, die Länge des Zaunes ist sowieso unerheblich.

Jedoch ist zu beachten:

In §27 ist geregelt, dass eventuelle Vorgaben eines Bebauungsplans oder einer sonstigen Satzung nach dem Baugesetzbuch oder dem Maßnahmengesetz Vorrang gegenüber den Vorschriften des NRG haben.

Deshalb sollten Sie erstmal in Ihrem örtlichen Baurechtsamt die Vorschriften des Bebauungsplans für Ihr Wohngebiet erfragen.

Sollten in diesem Bebauungsplan keine Angaben zu diesem Thema zu finden sein, richten Sie sich nach den Vorschriften des NRG.